mein Kinderzimmer

Schon in Kindertagen fing meine Leidenschaft fürs Nähen an. Denn ich wollte mich mit den gekauften Kissenbezügen, Tischdeckchen und Rollos einfach nicht zufrieden geben. Ich wollte meinen eigenen Stil entwickeln und befasste mich so schon von klein an mit Nadel und Faden. Zum Glück kannte sich meine Mutter damit auch sehr gut aus, wie es bei heutigen Müttern nur noch selten der Fall ist, und konnte mir viele Schnitte und Kniffe beibringen und mir stets behilflich sein. Hatte ich einst nur einen Knopf angenäht, wollte ich bald schon meine eigenen T-Shirts und Hosen entwerfen. Eine größere Arbeit begann damit, dass ich meine Vorhänge fürs Kinderzimmer selbst nähte, um meine Fenster ganz individuell verschönern zu können. Ich nähte nicht, weil ich es musste, sondern weil ich viel Spaß dabei hatte.

Meine Mutter ging mit mir, nachdem wir die Fenster ausgemessen hatten, einkaufen und wir suchten uns einen halbtransparenten Stoff in rosa Farbe aus, der mir sofort gefiel und mit dem ich die Fenster dekorieren wollte. Vor dem Nähen schmissen wir den Stoff dann jedoch erst einmal in die Waschmaschine, da sich viele Stoffe nach dem ersten Waschen leicht verziehen und man erst danach mit den Arbeiten beginnen sollte. Wir wandten anschließend die Methode des Aufnähens eines Faltenbands an, damit schöne Falten entstehen konnten, wie ich es mir gewünscht hatte. Wir nähten dann noch lustige Figuren auf, da ich nicht nur eine normale, sondern eben eine individuelle Gardine haben wollte. Damals hatte ich zwar die meisten Aufgaben zusammen mit meiner Mutter gemacht, entwickelte mich dann aber schnell zu einem Naturtalent, das Nadel und Faden nicht mehr aus der Hand legte. Gerade habe ich mir zum Ziel gesetzt, Markisen zu nähen, denn Nähen ist einfach meine Leidenschaft!